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Zwei Kinder vor einem Tablet | LWL-Medienzentrum, Patrick Schulte

25 Schulen und Bildungseinrichtungen nehmen teil

Das Projekt "Jüdisch hier" regt Kinder und Jugendliche dazu an, jüdisches Leben in ihrem eigenen Umfeld zu erkunden. In kreativen Medienprodukten werden die Ergebnisse anschließend festgehalten. Bis zum 1. März 2021 konnten sich schulische und außerschulische Projektgruppen mit Ihrer Idee bewerben. 25 von ihnen begeben sich nun auf Spurensuche nach jüdischem Leben in Westfalen.

Welche Projektgruppen nehmen teil?

Die Gruppen kommen aus ganz Westfalen: Von Bochum im Ruhrgebiet bis Beverungen an der Weser, von Gronau an der niederländischen Grenze bis Attendorn im Sauerland werden sich Kinder und Jugendliche mit dem Judentum gestern und heute beschäftigen. Neben Gymnasien, Real- und Sekundarschulen gehören auch Berufskollegs, Förderschulen, außerschulische Bildungseinrichtungen und eine Grundschule zu den ausgewählten Projektgruppen.

Welche Themen erkunden die Projektgruppen?

Mehrere Gruppen suchen den Kontakt zu jüdischen Gemeinden vor Ort, besuchen die örtliche Synagoge und führen Interviews mit den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde. Andere Gruppen zeichnen eine Graphic Novel oder nehmen ein Radiofeature zum Leben eines jüdischen Stadtbewohners auf. Wieder andere Schülerinnen und Schüler erstellen einen interaktiven Stadtrundgang mit der App BIPARCOURS oder drehen einen Kurzfilm über die aktuelle Antisemitismus-Problematik.

Wie ist der zeitliche Ablauf und wo werden die Medienprodukte veröffentlicht?

Von April 2021 bis April 2022 haben die Projektgruppen nun Zeit, ihre Ideen umzusetzen, entweder im Rahmen einer Projektwoche, einer Arbeitsgruppe oder im Fachunterricht. Die genauen Zeiträume planen die Projektgruppen individuell. Die Ergebnisse der Projektgruppen werden anschließend hier auf der Projektwebsite sowie einem Instagram-Kanal gesammelt und präsentiert.

Wie ist der zeitliche Ablauf und wie werden Projektgruppen unterstützt?

Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Bildungspartnern in Westfalen wie Archiven, Gedenkstätten, Museen, jüdischen Gemeinden und Initiativen sowie einer Reihe von kommunalen Medienzentren. Für einen guten Einstieg haben wir außerdem eine kommentierte Linksammlung auf unserer Materialseite zusammengestellt.

Wie erfüllt das Projekt den Medienkompetenzrahmen NRW?

Mit dem Projekt werden mehrere Kompetenzbereiche des Medienkompetenzrahmen NRW geschult. Die Schwerpunkte des Projektes liegen dabei in den Bereichen 2. Informieren und Recherchieren sowie 4. Produzieren und Präsentieren.

1. Bedienen und Anwenden

Egal, welches Medienprodukt am Ende entsteht: Ein Computer, Tablet oder Handy mit den entsprechenden digitalen Werkzeugen wird dabei auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Datenschutz und Informationssicherheit können bei der Durchführung des Projektes am praktischen Beispiel thematisiert werden.

2. Informieren und Recherchieren

Wichtiger Bestandteil des Projektes ist es, dass Schülerinnen und Schüler selbst recherchieren und dabei sowohl digitale als auch analoge Quellen nutzen. Alle Punkte des Medienkompetenzbereiches 2. Informieren und Recherchieren sind daher elementare Bestandteile des Projektes.

3. Kommunizieren und Kooperieren

Während des Projektes müssen Kinder und Jugendliche sowohl miteinander arbeiten als auch mit außerschulischen Bildungspartnern interagieren. Das Projekt wird von einem Instagram-Kanal begleitet, auf dem auch die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte und ihre Sicht auf das Thema einbringen können.

4. Produzieren und Präsentieren

Ziel des Projektes ist das Erstellen von Medienprodukten. Im Prozess der Realisierung werden alle Punkte des Kompetenzbereiches 4. Produzieren und Präsentieren berührt.

5. Analysieren und Reflektieren

Neben der Recherche in Archiven und Bibliotheken werden das Internet sowie Social-Media-Kanäle eine wichtige Rolle bei der Informationsbeschaffung spielen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei auch, unterschiedliche Medien zu analysieren und zu reflektieren, um sich so eine eigene Meinung zu bilden.